Anfang Mai haben wir bereits darüber geschrieben, warum es sinnvoll sein kann, die Wiese im eigenen Garten zeitweise ungemäht zu lassen. Im Monat Mai bleibt der Rasenmäher stehen, der Rasen darf verwildern und Wildpflanzen dürfen für den Artenschutz wachsen. Doch wenn die „mähfreier Mai“-Aktion vorbei ist, stellen Gartenbesitzer sich die Frage: Was passiert jetzt mit dem stark gewachsenen Gras? Einfach radikal stutzen ist keine gute Idee.
In diesem FUXTEC Gartenratgeber erklären wir dir, wie du wieder richtig in die Rasenpflege einsteigst, wie du deine Wiese stutzen solltest, warum die Drittel-Regel wichtig ist und wie du insektenfreundliche Bereiche für Biene und Co. auch über den Mai hinaus erhalten kannst.
Das erste Rasen mähen nach dem mähfreien Mai
Nach dem nicht mähen im Mai, solltest du nicht direkt zur normalen Rasenpflege übergehen und das lange Gras auf einmal kurz stutzen. Ein ungemähter Rasen braucht etwas Zeit, um wieder in Form zu kommen. Wird er zu stark gekürzt, verlieren die Grashalme auf einmal viel Blattmasse und können sich schlechter vom Schnitt erholen. Wichtig ist deshalb die Drittel-Regel. Diese Regel besagt, dass du beim ersten Schneiden nie mehr als ein Drittel der aktuellen Wuchshöhe entfernen solltest. Ist das Gras also sehr hoch gewachsen, stellst du den Rasenmäher zunächst auf eine höhere Stufe ein und entfernst nur wenig. Nach etwa 7 Tagen kannst du erneut mähen und dich Schritt für Schritt an die gewünschte Höhe herantasten.
So vermeidest du Stress für das Gras, schützt die Grasdecke und sorgst dafür, dass die große Fläche nach dem No Mow May wieder dicht wachsen kann. Je nach Ausgangshöhe kann es mehrere Mähdurchgänge brauchen, bis der Sportrasen wieder auf einer gepflegten Höhe von etwa 5 cm ist und der englische Rasen auf etwas 2,5 cm.

Ungemähter Rasen nach dem No Mow May: So bringst du deinen Garten wieder in Form
Nach dem mähfreiem Mai ist nicht immer gleich eine komplette Rasensanierung nötig. Oft reicht es, das Gras schrittweise zu stutzen, zu düngen und gezielt zu stärken. Wenn das Grün nach dem ersten Mähen jedoch lückig wirkt, stark verfilzt ist oder sich viel Unkraut ausgebreitet hat, kannst du mit einigen Pflegemaßnahmen nachhelfen:
- Rasenfläche vorbereiten: Entferne zuerst Steine, Äste, Laub und andere Gartenreste von der Fläche. So ist es später einfacher, den Rasen zu mähen.
- Rasen schrittweise stutzen: Kürze das hohe Gras nicht auf einmal radikal. Halte dich an die Ein-Drittel-Regel und mähe den Rasen in mehreren Durchgängen auf die gewünschte Höhe. Für sehr hohes Gras, kannst du erstmal eine FUXTEC Sense verwenden.
- Schnittgut entfernen oder mulchen: Wenn viel Schnittgut anfällt, solltest du es von der Fläche nehmen, damit der Rasen darunter nicht erstickt. Kleinere Mengen kannst du kompostieren oder dünn als Mulch unter Sträuchern verwenden.
- Rasenfilz prüfen: Hat sich durch den ungemähten Rasen eine dichte Filzschicht gebildet, kann vorsichtiges Vertikutieren sinnvoll sein. Das solltest du aber nur machen, wenn der Rasen kräftig genug ist und der Boden nicht zu trocken oder zu nass ist.
- Lücken ausgleichen: Entdeckst du kahle oder unebene Stellen, kannst du diese mit etwas Erde auffüllen und anschließend FUXTEC Nachsaat ausbringen. Drücke die Samen leicht an, damit sie guten Bodenkontakt haben.
- Düngung: Ein passender FUXTEC Rasendünger versorgt den Rasen zusätzlich mit wichtigen Nährstoffen und unterstützt das Nachwachsen nach dem mähfreien Mai.
- Rasen richtig bewässern: Nach der Nachsaat sollte der Boden gleichmäßig feucht bleiben. Ein FUXTEC Bewässerungsset hilft dir dabei!
Weniger Arbeit, mehr Artenvielfalt: Warum keine Rasenpflege im Mai deinen Garten insektenfreundlicher macht

Ein Monat ohne Rasenmähen kann im Garten mehr bewirken, als du auf den ersten Blick denkst. Wenn das Gras im Mai höher wachsen darf, kommen viele Wildblumen und Kräuter überhaupt erst zum Blühen. Löwenzahn, Klee, Gänseblümchen, Gundermann oder Wiesenschaumkraut bieten Nahrung für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber. Gleichzeitig entsteht durch ungemähte Bereiche mehr Lebensraum für Insekten und kleine Gartentiere. Längeres Gras spendet Schatten, hält Feuchtigkeit besser im Boden und schützt das Bodenleben. Auch Vögel, Igel oder Laufkäfer profitieren davon, wenn im Garten nicht jede bestäubende Fläche geschnitten wird.
Und selbst wenn du deinen Rasen im Juni wieder abschneiden möchtest, war die Pause nicht umsonst. Viele Pflanzen konnten knospen, Insekten fanden Nahrung und dein Garten wurde für einige Wochen ökologisch wertvoller. Noch nachhaltiger ist es, nicht alles auf einmal zu stutzen, sondern wenn du einzelne Blumeninseln, wilde Ecken oder einen Teil ungemäht lassen kannst. So bleibt der Garten gepflegt und trotzdem übers Jahr insektenfreundlicher.
Entdecke unsere Auswahl an Gartengeräten
Nach dem mähfreien Mai solltest du den Rasen nicht direkt stark kürzen. Beginne mit einem ersten vorsichtigen Schnitt und halte dich an die Ein-Drittel-Regel, damit das Gras keinen unnötigen Stress bekommt.
Die Ein-Drittel-Regel besagt, dass beim Mähen nie mehr als ein Drittel der aktuellen Halmlänge entfernt werden sollte. So bleibt der Rasen dichter und kann sich besser erholen.
Höheres Gras und blühende Wildpflanzen bieten Bienen, Schmetterlingen und anderen Bestäubern Nahrung und Lebensraum. Gleichzeitig profitieren auch viele weitere Tiere vom zusätzlichen Schutz.
Das ist nicht immer nötig. Nur wenn sich eine starke Filzschicht gebildet hat oder der Rasen stark verfilzt wirkt, kann vorsichtiges Vertikutieren sinnvoll sein.
Ein starker Rückschnitt kann den Rasen belasten. Die Halme verlieren viel Blattmasse, trocknen schneller aus und die Grasdecke kann langfristig geschwächt werden.
Du musst nicht den gesamten Rasen wachsen lassen. Einzelne Blumeninseln, wilde Ecken oder dauerhaft ungemähte Bereiche reichen oft aus, um Insekten auch über den Mai hinaus Lebensraum zu bieten.
Alles, was dein Rasen braucht
Weitere Beiträge zum Thema Rasenpflege

Mulchen mit Pinienrinde: So nutzt du organischen Mulch, um Unkraut zu verhindern
Das Mulchen mit Pinienrinde gehört zu den effektivsten Methoden im modernen Gartenbau und in der nachhaltigen Landwirtschaft. Dabei wird eine Schicht Mulchmaterial auf die Bodenoberfläche aufgebrac...

Bodenverbesserung im Garten: So verbesserst du deinen Gartenboden im Frühjahr für gesunde Pflanzen
Inhaltsverzeichnis Warum Bodenverbesserung im Garten im Frühjahr so wichtig für einen gesunden Gartenboden ist Gartenboden nach dem Winter prüfen: Bodenstruktur, Verdichtung und Bodenart erke...

Richtig Düngen im Garten: Schritt für Schritt erklärt
Inhaltsverzeichnis Warum Düngen im Garten so wichtig ist Bodenanalyse: Grundlage für die richtige Düngung Organische vs. mineralische Dünger: Was ist besser? Kompost, Hornspäne & Co.: Organi...



















































